
In welcher Weise erörterte das Kabinett Kohl die Entwicklungen 1989 in der DDR und wie begründete es seine Entscheidungen? In der Edition „Die Kabinettsprotokolle der Bundesregierung“ finden sich dazu zahlreiche Ansatzpunkte, um diesen Fragen nachzugehen.
Mit dem Vortrag wird ein Einblick in die editorische Tätigkeit des Bundesarchivs gegeben und anhand von Beispielen dazu angeregt, anhand von Quellen politische Entscheidungsprozesse zu erkunden.
Das Bundesarchiv verantwortet seit mehr als 40 Jahren eine wissenschaftliche Editionsreihe, die ihres Gleichen sucht. Darin veröffentlicht es die ursprünglich als geheim eingestuften Sitzungsprotokolle des Bundeskabinetts und seiner Ausschüsse kontinuierlich nach Ablauf der 30-Jahre-Sperrfrist. Seit 2003 ist die Buchreihe auch digital abrufbar. Die aktuell offengelegten Beratungen der Kabinette von Adenauer bis Kohl sollen „das Verständnis für die Arbeitsweise einer Regierung in der parlamentarischen Demokratie“ vertiefen (Geleitwort zum Band 1949).
Uta Rössel ist Historikerin und stellvertretende Leiterin des Editionsprojektes für die Protokolle des Kabinetts der Bundesregierung.
Der Vortrag ist eine Kooperationsveranstaltung zwischen dem Bundesarchiv/ Stasi-Unterlagen-Archiv und dem Grenzhus Schlagsdorf. Der Eintritt ist kostenfrei. Um eine Anmeldung unter Tel.: 038875/20326 oder Mail: info@grenzus.de wird gebeten.


