Hier finden Sie die während der Projektarbeit gesammelten Fluchtgeschichten.
Sie können die Beiträge auch jeweils über den entsprechenden Link als pdf-Datei herunterladen.

Flucht während der NS-Zeit

  1. Das Vaterland ist da, wo die Freiheit ist

  2. Ich mache das für meine Familie, für meine Kinder und Enkel”

  3. Juden sind in Grevesmühlen unerwünscht

  4. Ich stehe auf der Seite der spanischen Brüder

„Das Vaterland ist da, wo die Freiheit ist.“
Willy Brandt (1913-1992), Lübeck

Willy Brandt wird 1913 als Herbert Frahm in Lübeck geboren. Im April 1933 flieht er nach Norwegen und später weiter nach Schweden.

Zeltlager auf Sunndalsøra mit Willy Brandt (in der Mitte mit Frau auf der Schulter), 1939,

uelle: Willy-Brandt-Haus, Lübeck. BH-Zeltlager in Norwegen

“Ich mache das für meine Familie, für meine
Kinder und meine Enkel”
Hans Kychenthal (1936 – 2020), Santiago de Chile

Hans Kychenthal wird 1936 in Schwerin geboren. Die Familie betreibt ein kleines Kaufhaus am Schweriner Markt. Am 17. Oktober 1939 verlassen sie Europa und fliehen vor den Nazis nach Chile.

Historisches Bild des Kaufhauses Kychenthal

Quelle Privatarchiv Rita Völzer, Repro: Matthias Baerens

„Juden sind in Grevesmühlen unerwünscht“
Max Salomon (1883-1978), New York

Max Salomon wird 1884 in der westpreußischen Kleinstadt Zempelburg (heute Sępólno Krajeńskie) in einer jüdischen Familie geboren. Als Kaufmann kommt er 1912 nach Grevesmühlen. Nach 1933 emigriert er in die Niederlande, nach Großbritannien und die USA.

Ansicht Kaufhaus Karseboom, Lübsche Straße, Grevesmühlen, 1920er Jahre,

Quelle: Städtisches Museum Grevesmühlen

„Ich stehe auf der Seite der spanischen Brüder.“
Otto Volckmann (1909 – 1936), Parchim

Otto Volckmann ist am 9. August 1909 in der Familie eines Zimmermanns in Bremen als drittes Kind geboren. Zwei Jahre später ziehen sie um nach Parchim. Als Mitglied der SAJ flieht er 1933 in die Schweiz, in das Saarland bis nach Frankreich. 1936 kämpft er in den reihen der Internationalen Brigaden in Spanien.

Otto Volckmann im Kreis von SAJ-Mitgliedern in Parchim, 1924.

Quelle: Museum der Stadt Parchim