Die Erinnerungslandschaft zur deutsch-deutschen Grenze besteht nicht nur aus Museen, sondern auch aus unterschiedlichen kleinen Gedenk- und Erinnerungszeichen. Wir sind mit diesem Projekt in der Region zwischen Ostsee und Elbe unterwegs, um diese Zeichen, ihren historischen Hintergrund und den Umgang mit ihnen in einer kleinen Filmreihe vorzustellen. Damit wollen wir auch die Aufmerksamkeit für diese Orte stärken, weil sie auf eindrucksvolle und wichtige Ereignisse verweisen. In monatlicher Folge stellen wir diese Filmbeiträge online und freuen uns über Reaktionen und Anregungen.

Die Filme sind selbst gemacht oder entstehen mit Unterstützung von Filmemachern. Während der Corona-Schließzeiten haben wir uns auf den Weg gemacht, um das Filmen zu erlernen und damit zukünftig Menschen auf unser Thema aufmerksam zu machen. Unsere Fähigkeiten wachsen mit jedem Film, so dass es auch technisch eine Entwicklung gibt.

Teil 4 der Filmreihe beschäftigt sich mit dem Mahnmal für Harry Weltzin bei der kleinen Ortschaft Kneese östlich vom Schaalsee. Am 4. September 1983 wurde der 28-jährige Ingenieur von zwei Selbstschussanlagen SM-70 getötet. Weil er für sich keine Perspektive mehr in der DDR sah, riskierte er diesen Fluchtversuch. Als er den Streckmetallzaun untergraben wollte, löste er die Splitterminen aus. 2013 entstand ein Mahnmal für Harry Weltzin. Mit Unterstützung der Gemeinde und anderer Partner konnte das Gedenkzeichen der Öffentlichkeit übergeben werden. Michael M. Schulz von der Union der Opferverbände kommunistischer Gewaltherrschaft e. V. war der Initiator des Mahnmals und spricht im Film über seine Beweggründe und die Erinnerungsarbeit.

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