Die Erinnerungslandschaft zur deutsch-deutschen Grenze besteht nicht nur aus Museen, sondern auch aus unterschiedlichen kleinen Gedenk- und Erinnerungszeichen. Wir sind mit diesem Projekt in der Region zwischen Ostsee und Elbe unterwegs, um diese Zeichen, ihren historischen Hintergrund und den Umgang mit ihnen in einer kleinen Filmreihe vorzustellen. Damit wollen wir auch die Aufmerksamkeit für diese Orte stärken, weil sie auf eindrucksvolle und wichtige Ereignisse verweisen. In monatlicher Folge stellen wir diese Filmbeiträge online und freuen uns über Reaktionen und Anregungen.

Die Filme sind selbst gemacht oder entstehen mit Unterstützung von Filmemachern. Während der Corona-Schließzeiten haben wir uns auf den Weg gemacht, um das Filmen zu erlernen und damit zukünftig Menschen auf unser Thema aufmerksam zu machen. Unsere Fähigkeiten wachsen mit jedem Film, so dass es auch technisch eine Entwicklung gibt.

Teil 2 der Filmreihe beschäftigt sich mit dem Gedenkstein für Siegfried Apportin am ehemaligen Kolonnenweg bei Herrnburg. Dieser Gedenkstein stand bis zum Ende der DDR vor der Schule in Lüdersdorf. Er erinnert an den DDR-Grenzpolizisten, der von seinem Kameraden 1950 erschossen wurde, als dieser in den Westen flüchten wollte. Heute erzählt der Stein nicht nur von dem Schicksal des Grenzpolizisten, sondern auch vom Stellenwert dieser Geschichte in der DDR-Erinnerungspolitik. Als Zeitzeugen haben wir Rainer Volkmar aus Herrnburg eingeladen. Er war Lehrer an der Schule in Lüdersdorf.

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