Grenzanlagen, die abschrecken sollen und Machtverhältnisse verkörpern, verlieren innerhalb weniger Wochen ihre Funktion. Menschen aus Ost und West erkunden den nun erstmals frei zugänglichen Raum. Parallel dazu beginnen die DDR-Grenztruppen mit dem systematischen Abbau. Erst 1995 ist dieses Kapitel im Norden abgeschlossen.

Aufnahme von Robert Conrad, Berlin

Die Wanderausstellung der Robert-Havemann-Gesellschaft „Das Verschwinden der Mauer“ zeigt mit den Fotografien von Robert Conrad, wie der Abbau der Berliner Mauer vonstatten geht. Die Ausstellung bietet eindrucksvolle Perspektiven aus der frühen Phase nach dem Mauerfall auf und durch das Grenzgebiet, das immer durchlässiger wird. Die Bilder des Fotografen Robert Conrad aus dem Archiv der DDR-Opposition zeigen Grenzübergänge, verlassene Bahnhöfe und Menschen aus West und Ost, die den einstigen Todesstreifen samt seiner Anlagen in Beschlag nehmen, immer mehr in ihren Alltag integrierten.

Wie sich die Situation im nördlichen Abschnitt der innerdeutschen Grenze nach der Grenzöffnung entwickelt, zeigen die Fotos von Heike Fischer (Ratzeburg) und Gerhard Zwickert (Berlin). Beide fotografieren im Rahmen ihrer journalistischen Arbeit an verschiedenen Orten im Norden. Ihre Bilder eröffnen unterschiedliche Blicke auf die Überreste und den Abbau dieser Anlagen. Sie zeigen die hohe Emotionalität dieser Zeit, aber auch das Erschrecken über die nun erstmals öffentlich zugänglichen Anlagen und ihren schnellen Verfall. Eine Westdeutsche und ein Ostdeutscher setzen unterschiedliche Perspektiven. Eine Chronologie des Abbaus ergänzt die Ausstellung.

Aufnahme von Heike Fischer, Ratzeburg

Wie sich die Situation im nördlichen Abschnitt der innerdeutschen Grenze nach der Grenzöffnung entwickelt, zeigen die Fotos von Heike Fischer (Ratzeburg) und Gerhard Zwickert (Berlin). Beide fotografieren im Rahmen ihrer journalistischen Arbeit an verschiedenen Orten im Norden. Ihre Bilder eröffnen unterschiedliche Blicke auf die Überreste und den Abbau dieser Anlagen. Sie zeigen die hohe Emotionalität dieser Zeit, aber auch das Erschrecken über die nun erstmals öffentlich zugänglichen Anlagen und ihren schnellen Verfall. Eine Westdeutsche und ein Ostdeutscher setzen unterschiedliche Perspektiven. Eine Chronologie des Abbaus ergänzt die Ausstellung.

Heike Fischer, geb. 1945, Journalistin und Fotografin aus Ratzeburg.

Nach der Grenzöffnung am 9. November 1989 kann Heike Fischer zum ersten Mal in den bislang hermetisch abgeriegelten DDR-Grenzsperrbereich. Sie hält fest, mit welchen ausgeklügelten Vorrichtungen und mit welchem Aufwand die DDR-Grenztruppen jede Flucht verhindern sollten. In den folgenden aufregenden Wochen trägt Heike Fischer nicht nur dienstlich ihre Kamera stets griffbereit, sondern auch bei vielen privaten Ausflügen. Sie fotografiert sowohl die bedrückenden Motive einer gestürzten Diktatur als auch den Abbau der Sperranlagen und die neue Freiheit der DDR-Bürger.

Robert Conrad, geb. 1962, Architekturfotograf und Bauhistoriker aus Berlin.

Robert Conrad fotografiert die Berliner Mauer von der ersten Öffnung bis zur Demontage und ist einer der ersten, der die stillgelegten U- und S-Bahnhöfe dokumentiert. Die Fotoausstellung „Vom
Verschwinden der Mauer“ zeigt, wie das Bauwerk verschwand. Die
zweisprachige (D/E) Ausstellung der Robert-Havemann-Gesellschaft e. V. wurde von der Stabsstelle Bildung für nachhaltige Entwicklung (SBNE)/Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf gefördert.

Gerhard Zwickert, geb. 1952, Fotograf aus Berlin.

Nach dem Mauerfall entsteht im Kreis der NBI-Fotografen die
Idee, die DDR-Grenzanlagen in ihrer Freizeit und auf eigene Kosten zu fotografieren. Im Januar 1990 erhalten sie die Fotogenehmigung
vom Kommando der DDR-Grenztruppen. Da Gerhard Zwickert in Grabow seinen Grundwehrdienst bei den Grenztruppen absolviert
hatte, ist klar, dass er den Nordabschnitt von der Ostsee bis nach Dömitz an der Elbe übernimmt. Jeder der sechs Fotografen ist frei
in seiner fotografischen Herangehensweise.

Eröffnung der Sonderausstellung: 2. April, 11.00 Uhr GRENZHUS Schlagsdorf, Anmeldung unter Tel.: 038875/20326 oder Email: info@grenzhus.de . Bitte beachten Sie die aktuellen Hygieneregeln im GRENZHUS.

Laufzeit: 2. April bis 3. Juli 2022