Grenzhus Schlagsdorf

Informationszentrum zur innerdeutschen Grenze

 

Historischer Ort

Das Grenzhus ist nicht für die DDR-Grenzsicherung oder die Kontrolle von Verkehrswegen genutzt worden; die Namensgebung erfolgte erst 1999. Das Gebäude wurde 1890 als Wohnhaus des Domänenpächters erbaut und bis 1945 durch die Familie Ledeboer genutzt. Mit der Bodenreform in der sowjetischen Besatzungszone 1945 teilte man die Domänenfläche und -gebäude auf. Das Wohnhaus diente zunächst der Unterbringung von Flüchtlingen, dann als Schulgebäude und ab 1973 als Kindergarten. 1997 begannen die Renovierungsarbeiten für das heutige GRENZHUS, das zum 10. Jahrestag der Grenzöffnung am 10. November 1999 eröffnet wurde. Damit entstand der wichtigste Erinnerungsort zur Geschichte der innerdeutschen Grenze in Mecklenburg-Vorpommern.

Das Informationszentrum liegt mitten im historischen Grenzraum. Die fast 1.400 km lange Grenze teilte Deutschland 40 Jahre lang mit schmerzhaften Folgen für die Menschen auf beiden Seiten. Die Grenze entstand im weltpolitischen Zusammenhang des Kalten Krieges und sicherte die SED-Diktatur. Diesseits und jenseits der Sperranlagen wohnten Menschen unter verschiedenen politischen Verhältnissen, Demokratie im Westen und Diktatur im Osten. Hier standen sich die gegensätzlichen Militärbündnisse, NATO und Warschauer Pakt, gegenüber. Eingebettet waren die Sperranlagen in die Landschaft zwischen Ostsee und Elbe. In ihr lernen heute die Besucherinnen und Besucher die Spuren der Vergangenheit zu lesen.

Aktuelles

25. Juni, 11.00 Uhr, Dr. Jochen Staadt und Dr. Jan Kostka (FU Berlin) stellen das biographishce Handbuch "Die Todesopfer des DDR-Grenzregimes an der innerdeutschen Grenze 1949-1989" vor.

8. Juli, 11.00 Uhr, Vortrag: Dr. Wolf Karge (Schwerin), Die Stintenburg zwischen Kriegsende und Mauerbau

Der Grenzverlauf

Der Grenzverlauf

Das GRENZHUS anno 1905

Das GRENZHUS anno 1905