Museum zum Leben an der innerdeutschen Grenze

Die innerdeutsche Grenze 1949 bis 1989

 

Die innerdeutsche Grenze in ihrer Zeit

Grenzübergang zur DDR
Grenzübergang zur DDR

In den 40 Jahren, in denen die Grenze bestand, haben mehr als 1000 Einwohner der DDR ihr Leben bei dem Versuch verloren, sie zu überqueren.

Erst mit dem "Grundlagenvertrag" vom Dezember 1972 gab es eine Vereinbarung über den Transitverkehr von und nach West-Berlin, Besuche in der DDR und die Bewachung des Grenzstreifens. Dabei einigte man sich auch auf "ständige Vertretungen" der jeweils anderen Regierung in Ostberlin und Bonn anstelle von Botschaften - die DDR war ja von Westdeutschland völkerrechtlich nicht anerkannt.

Kurz darauf wurde auch eine "Grenzkommission" beider Staaten einberufen, deren Aufgabe darin bestand, die Kommunikation zwischen beiden Seiten zu ermöglichen und zu kanalisieren. Über "Grenzinformationspunkte" konnte man so bei Störungen das jeweilige Verhalten  aufeinander  abstimmen  und  notwendige  Schritte  einleiten.

Der Bundesgrenzschutz, der für den Bereich zwischen der Ostseeküste und dem Elbufer zuständig war, hatte sein Hauptquartier in Lübeck und eine Abteilung in Ratzeburg.

Die Aufgabe dieser Behörde war es, die Grenzmarkierungen und die Bewegungen der Grenztruppen der DDR zu überwachen und zu registrieren, sowie Arbeiten auf  der westdeutschen  Seite  der  Sperranlagen durchzuführen. Darüber hinaus wurde der Transitverkehr kontrolliert und geregelt, und Flüchtlinge aus der DDR erhielten erste Versorgung.

Direkte Kontaktaufnahmen zwischen west- und ostdeutschen Grenzpatroullien waren unmöglich, da dies den ostdeutschen Grenztruppen seit 1962 verboten war. Danach wurden über die "Grenzinformationsstellen" zwischen speziell beauftragten Mitarbeitern der jeweiligen Grenztruppen nur die notwendigsten Informationen ausgetauscht. Erst nachdem die Grenze geöffnet war, wurde zugegeben, dass manche ihr Gegenüber auch durch Kopfnicken oder kurzes Handwinken gegrüßt haben.

Der Grenzverlauf
Der Grenzverlauf

 
 
 
 
 
 

Das GRENZHUS anno 1905
Das GRENZHUS anno 1905