Am 15. August eröffnen wir die neue Sonderausstellung im GRENZHUS. Der Rostocker Fotograf Ralf Pageler zeigt Orte im Wandel. Sowjetische Spuren an ehemaligen Militärstandorten. Auf dem vormaligen DDR-Territorium waren im Kalten Krieg bis zu 500.000 Soldaten und Offiziere der sowjetischen Armee stationiert. Sie sollten den sowjetischen Herrschaftsbereich sichern und zum Gleichgewicht des Schreckens zwischen den Militärblöcken beitragen. 1994 zogen die letzten Einheiten ab.

Ralf Pageler konzentriert sich in der Ausstellung auf sechs Orte: Fürstenberg, Jüterborg – Altes Lager und Jüterborg – Neues Lager, Rechlin, Wünsdorf sowie Vogelsang. Sein fotografische Herangehen beschreibt er folgendermaßen: “Ich nehme mir Zeit zum Fotografieren und versuche, Blickwinkel zu finden, die nicht nur dokumentarisch, sondern auch künstlerisch ansprechend sind. Wenn ich die Bilder bearbeite, füge ich nichts hinzu oder blende Dinge aus, sondern versuche nur die Stimmung, die ich vor Ort empfunden habe, zu unterstreichen.”

Diese fotografische Spurensuche gibt vielfältige Impulse, um über die kommunistische und sowjetische Vergangenheit in unserer Geschichte nachzudenken und miteinander ins Gespräch zu kommen.

Laufzeit der Ausstellung: 15. August bis 11. Oktober 2020.
Zu der Ausstellung ist ein Katalog erschienen.

Gefördert von
Landeszentrale für politische Bildung Mecklenburg-Vorpommern,
Die Landesbeauftragte für Mecklenburg-Vorpommern für die Aufarbeitung der SED-Diktatur,
Orte der Geschichte e. V.