Laufzeit: 14. September bis 27. Dezember 2019

Als die Familie Michelsen zum ersten Mal die Verwandtschaft im Grenzsperrgebiet mit dem eigenen PKW 1989 besuchen konnte, waren auch die Malutensilien des Künstlers dabei. Kurz darauf fiel die Grenze und mit künstlerische Neugier nahm Uwe Michelsen die Veränderungen wahr. Er wollte den Wandel festhalten und künstlerisch fassen. Der Künstler zeichnete und sammelte eine DDR-Objektwelt, die im Untergang begriffen war. Er erlebte den Abbau der DDR-Sperranlagen und die Konfrontation mit der westdeutschen Konsumwelt. Durch die Montage disparater Elemente und seine reflektierte Malerei gelangen Uwe Michelsen Momentaufnahmen, in denen sich die damaligen Ereignisse wie in einem Spektrum widerspiegeln.

Mit dieser Kunstausstellung erinnern wir an die Grenzöffnung vor 30 Jahren. In diesen turbulenten Wochen und Monaten traf der westdeutsche Künstler Uwe Michelsen auf die ostdeutsche Revolution in Zarrentin. Was als einmalige Begegnung begann, schlug sich in zahlreichen beeindruckenden Kunstwerken nieder. Die Ausstellung zeigt Pastelle, Ölbilder und großformatige Collagen mit seinen Wahrnehmungen aus der ostdeutschen Kleinstadt am Schaalsee 1989/90.

Zur Ausstellungseröffnung am 14. September 2019 um 11.00 Uhr werden der Vereinsvorsitzende Dr. Erik Gurgsdies-Meister (Politische Memoriale e. V.) und die Landrätin des Kreises Nordwestmecklenburg, Frau Kerstin Weiss, sprechen. In die Ausstellung wird Dr. Andreas Wagner einführen. Zur Ausstellung ist ein Katalog erschienen.