Laufzeit: 21. Mai bis 30. August 2019

Auf 15 Tafeln (zweisprachig: Bulgarisch und Deutsch) berichten die Autoren Fanna Kolarova und Stoyan Raichevsky über die Entwicklung der bulgarischen Grenzsicherung am Eisernen Vorhang während der kommunistischen Herrschaft. Die zweisprachige Ausstellung dokumentiert die Abriegelung der Grenze zwischen Bulgarien, Griechenland und Jugoslawien nach sowjetischen Vorbild. Wie sah das Sperrensystem aus? Welche Kräfte wären an der Grenzsicherung beteiligt? Wie wurde die Bevölkerung einbezogen? Außerdem geht es um Fluchtversuche. Darunter befanden sich auch viele DDR-Bürger. Eine bis heute unbekannte Zahl kam dabei ums Leben.

Zur Ausstellungseröffnung am 21. Mai 2019 wird Freya Klier (Berlin) den Dokumentarfilm „Die Vergessenen. Tod, wo andere Urlaub machen“ zeigen. Die Autorin und Filmemacherin schildert gemeinsam mit Andreas Kuno Richter dramatische Fluchtversuche von DDR-Bürgern über die bulgarische Grenze. Ihr Film richtet den Blick auf ein Land, in dem die Aufarbeitung der kommunistischen Diktatur noch kaum begonnen hat. Zur Ausstellungseröffnung kamen auch zwei Zeitzeugen, die einen Fluchtversuch über Bulgarien riskiert hatten.